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atensicherung . 3Welche Dateien muss die Datensicherung berücksichtigen? . 3Alle relevanten Daten in einem Ordner . 4Drei-Generationen-Sicherungen . 5Voll-Backup . 6Inkrementelles Backup . 7Differentielles Backup. 7Datensynchronisation . 8Emergency Backup und System Recovery . 8Backup-Medien . 9Alltägliche Sicherung . 9NAS . 9Cloud . 103Backup-Verschlüsselung . 104Backup Software/Backupprogramme . .65.76Windows-7-Sicherungsfunktion . 11Acronis True Image . 12Paragon Backup & Recovery. 13Nero BackItUp. 13O&O DiskImage. 14Ocster Backup Pro . 15Langmeier Backup Advanced . 15Haage & Partner R-Drive . 16Abelssoft Backup Pro . 16Avanquest Rebit. 17Online Backup / Online Datensicherung . 18Dropbox . 18Skydrive. 19Mozy . 19Backblaze . 20Updatestar Onlinebackup . 21MindTime. 21Strato HiDrive . 22Fazit . 23www.datensicherung.tips2

Datensicherung1 DatensicherungEine allgemeine Backup-Strategie, die sich für alle Computernutzer gleichermaßen eignet,gibt es leider nicht. Vielmehr hängt die Frage nach dem richtigen und bequemsten Weg derDatensicherung davon ab, welche Daten gesichert werden sollen. Darüber hinaus gibt es fürBackups verschiedene Konzepte, die alle Vor- und Nachteile bieten.Wer sich mit dem Thema Backup und Datensicherung beschäftigt, sollte sich also zunächstüberlegen, auf welche Daten er im Falle einer defekten oder verlorenen Festplatte definitivnicht verzichten kann. Falls es sich dabei nur um wenige kleine Daten, etwaGeschäftsunterlagen handelt, bietet sich eine einfache manuelle Datensicherung an, für dienicht einmal Software benötigt wird. Wer jedoch große Datenmengen, etwaMusiksammlungen, Fotos oder Filme gegen Verlust absichern will, sollte eine ausgereifteund zuverlässige Backup-Strategie wählen, die in der Regel nur durch die entsprechendeSoftware gewährleistet wird. Gerade in solchen Fällen kommt auch die Erstellung eines VollBackups der gesamten Festplatte in Betracht.1.1 Welche Dateien muss die Datensicherung berücksichtigen?Jeder Computernutzer hat ein anderes Verhältnis zu seinem Computer und den daraufgespeicherten Daten. Einige nutzen den Rechner zum Beispiel nur, um im Internet zu surfenund zu spielen, andere speichern darauf ihre Erinnerungen in Form von Digitalfotos, wiederandere sind auf den Computer im Berufsleben angewiesen und verwalten mit ihm ihreGeschäftsaktivitäten, Kontakte und Termine. Der Umfang der eigenen Computernutzung gibtdeshalb auch die Antwort auf die Frage, welche Dateien bei einer Datensicherungberücksichtigt werden müssen.1.1.1 Wichtige DatenDabei spielt vor allem die Wichtigkeit der einzelnen Dateien eine Rolle. Gerade Dateien, diehäufig verwendet werden und nur einmal auf der Computerfestplatte existieren und dienicht, beispielsweise durch Downloads aus dem Internet, ersetzt werden können, solltenunbedingt gesichert werden. Da der Computer heute für viele Menschen das klassischeFotoalbum komplett ersetzt hat, sollten also zum Beispiel vor allem die Bilddateienregelmäßig gesichert werden. Auch bei Musiksammlungen im MP3-Format ist ein Verlust inder Regel sehr ärgerlich. Dies gilt auch dann, wenn die Dateien lediglich Sicherungskopienvon CDs sind, die noch im Schrank stehen. Immerhin kostet das Digitalisieren von CDs jenach Umfang der eigenen Sammlung viel Zeit.1.1.2 GeschäftsdatenViel wichtiger als für Privatpersonen ist ein regelmäßiges Backup jedoch für Geschäftsleute.Hier kann ein Totalverlust von Geschäftsunterlagen sogar zu einem erheblichen finanziellenwww.datensicherung.tips3

DatensicherungSchaden führen. Eine vernünftige Methode der Datensicherung sollte deshalb zumindestimmer diese sensiblen Daten umfassen. Gerne vergessen werden aber auch die oft digitalgespeicherten Adressbücher. Sofern diese nicht bei einem Onlineanbieter hinterlegt sind,sind auch diese wichtigen Geschäftsdaten vom möglichen Verlust bedroht.1.1.3 VollbackupSchließlich gibt es neben dem Backup der wichtigsten Daten noch die Möglichkeit, einvollständiges Backup der Festplatte zu erstellen, in der Computersprache bezeichnet mandiese Methode auch als Klonen. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht entscheiden muss,welche Daten gesichert werden sollen und deshalb auch nicht Gefahr läuft, wichtige Datenbeim Backup zu vergessen. Klonen lassen sich sowohl Festplatten, die als reinerDatenspeicher dienen, als auch Systempartitionen mitsamt des installierten Betriebssystemsund aller Nutzereinstellungen.1.2 Alle relevanten Daten in einem OrdnerManuelle Backups sind der einfachste Weg zu einer effektiven Datensicherung. DieseMethode erfordert weder zusätzliche Software noch tiefgehende Computerkenntnisse undist deshalb ideal für Computeranfänger und Privatnutzer geeignet. Am leichtesten lassen sichmanuelle Backups durchführen, indem alle relevanten Daten, die auf keinen Fall verlorengehen sollen, in einem zentralen Ordner gespeichert werden.1.2.1 ÜbersichtlichkeitSelbstverständlich kann dieser Ordner auch Unterordner enthalten. Je nachdem, wie vieleDateien im Backup-Ordner gesichert werden sollen, bietet es sich der Übersichtlichkeitwegen sogar an, Unterverzeichnisse im Backup-Ordner anzulegen. So kann dieserHauptordner etwa aus verschiedenen Ordnern für Musik, Bilder, Videos und Dokumentebestehen. Beim manuellen Backup müssen diese Ordner dann nicht separat gesichertwerden, es reicht vielmehr, nur den Hauptordner zu verschieben. Die Unterverzeichnissewerden dann automatisch mitkopiert.1.2.2 Ordner sichernDieser Ordner wird dann für das Backup einfach auf einen externen Datenträger kopiert. Jenach der Gesamtgröße der im Ordner enthaltenen Dateien bieten sich hierfür eine externeFestplatte für große Datenmengen oder ein USB-Stick für kleine bis mittlere Datenmengenan. Sehr modern sind auch die Möglichkeiten eines Backups in der sogenannten Cloud, diephysische Speichermedien ersetzen kann. Die meisten Cloud-Angebote bieten für Backupseine Software an, die auf dem Computer installiert wird. Der Online-Speicherplatz ist dannwie jedes andere Laufwerk auf dem Computer über den Explorer auf Windows oder denFinder auf Mac-Computern erreichbar. Der zu sichernde Backup-Odner kann dann einfachwww.datensicherung.tips4

Datensicherungauf dieses virtuelle Cloud-Laufwerk kopiert werden und wird dann automatisch von derCloud-Software in das Internet hochgeladen.1.2.3 NachteileDer Einfachheit des manuellen Backups steht jedoch auch ein großer Nachteil gegenüber.Jede Methode der Datensicherung ist nur dann effektiv, wenn sie regelmäßig erfolgt. DerBackup-Ordner muss deshalb in regelmäßigen Abständen manuell auf das externeSpeichermedium oder in das virtuelle Cloud-Laufwerk kopiert werden. Das ist nicht nurumständlich, sondern birgt auch die Gefahr, dass die regelmäßigen Backups leicht vergessenwerden. Eine effektive Datensicherung ist dann nicht mehr möglich. Je wichtiger die zusichernden Dateien sind, desto mehr ist deshalb zu einer automatisierten Backup-Lösung mitspezieller Software zu raten.1.3 Drei-Generationen-SicherungenSchon bevor in jedem Haushalt ein Computer zur Verfügung stand, beschäftigte sich dieEDV-Branche mit dem Problem der Datensicherung. Das sogenannte Drei-GenerationenPrinzip entwickelte sich zum Standard für professionelle Backups wichtiger Daten und istauch heute noch vor allem in Unternehmen weit verbreitet. Es stellt das komplizierteste,damit aber gleichzeitig auch das wohl sicherste Prinzip für Backups dar. Für Privatanwendersind Drei-Generationen-Sicherungen deshalb nicht unbedingt geeignet. Wer auf seinemComputer jedoch wichtige und absolut unverzichtbare Geschäftsdaten speichert, profitiertvon der Effektivität dieser Methode.1.3.1 Mehrfach und unabhängigDie Grundlage der Drei-Generationen-Sicherung ist die mehrfache Datensicherung aufvoneinander unabhängigen Speichermedien. Dabei wird, daher der Name, zwischen dreiGenerationen unterschieden, die als Sohn, Vater und Großvater bezeichnet werden. Fürjedes Medium wird ein unterschiedlicher Sicherungsrhythmus festgelegt. So werden dieDaten zum Beispiel täglich auf die Sohn-Medien, wöchentlich auf die Vater-Medien undmonatlich auf die Großvater-Medien gesichert. Für jeden Tag wird ein neues Sohn-Mediumbenötigt. Erst nach einer Woche, wenn die erste Sicherung auf einem Vater-Mediumstattfindet, wird die Sicherung auf dem ersten Sohn-Medium von einer neuen Sicherungüberschrieben.1.3.2 OrganisationsfrageDiese strukturierte Vorgehensweise hat den Vorteil, dass mehrere Sicherungen zurVerfügung stehen, von denen verlorene Daten wiederhergestellt werden können. Für denAnwender entstehen allerdings auch Nachteile. So erfordert die Drei-GenerationenSicherung ein sehr organisiertes Vorgehen, Fehler können den ganzen Rhythmus und damitdie Effektivität der Methode gefährden. Mittlerweile gibt es jedoch spezielle Backupwww.datensicherung.tips5

DatensicherungSoftware, die diese strukturierten Datensicherungen automatisch organisiert. Dennochbleibt der Nachteil, dass mehrere Speichermedien erforderlich sind. Selbst bei den heutesehr günstigen Preisen für physische Datenträger ist die Drei-Generationen-Sicherung fürPrivatnutzer daher eher nicht praktikabel. Auch für berufliche Anwender gibt es genügendAlternativen, die zwar nicht ganz so sicher sind, aber dennoch eine ausreichend effektiveDatensicherung gewährleisten. Deshalb wird diese Methode heute hauptsächlich in großenUnternehmen genutzt, die über eine eigene IT-Abteilung verfügen.1.4 Voll-BackupBeim sogenannten Voll-Backup entfallen die Vorüberlegungen, welche Dateien auf demComputer regelmäßig gesichert werden sollen. Stattdessen findet ein Backup des gesamtenDatenbestandes auf der Festplatte statt. Es muss jedoch unterschieden werden zwischeneinem Voll-Backup sämtlicher Dateien einerseits, und einem vollständigen Systembackupandererseits, das auch das Betriebssystem, alle installierten Programme sowie Einstellungenumfasst.1.4.1 SpeichermediumGrundsätzlich wird beim Voll-Backup immer ein externes Speichermedium benötigt. Zwarkönnen die Dateien auch auf eine weitere Festplatte im PC oder sogar auf eine eigenePartition auf derselben Festplatte gesichert werden, für ein effektives Backup ist das jedochnicht zu empfehlen. Eine sinnvolle Strategie zur Datensicherung lebt gerade davon, dass dieQuelle und der Backupspeicher voneinander unabhängig sind. Wenn die Hauptfestplattezum Beispiel beschädigt wird, sind auch darauf gespeicherte Backups verloren. Es solltedeshalb immer auf eine externe Quelle gesichert werden. Da Online-Lösungen bisher nochzu teuer für Voll-Backups sind, kommen damit nur externe USB-Festplatten oder USB-Sticksin Betracht. Logischerweise muss die Speicherkapazität des Backup-Mediums mindestensder Gesamtgröße der auf dem PC gespeicherten Dateien entsprechen.1.4.2 AutomatisierungEin Voll-Backup kann manuell oder automatisiert erstellt werden. Bei der manuellenDatensicherung werden einfach alle Dateien auf der Festplatte auf den Backup-Datenträgerkopiert. Hier macht sich eine übersichtliche Verwaltung der Dateien in Haupt- undUnterverzeichnissen bezahlt. Alternativ beherrschen die meisten Backup-Softwarelösungendas Voll-Backup. Die Verwendung von Software hat den großen Vorteil, dass die VollBackups automatisiert gesichert werden. Der Nutzer muss sich deshalb nicht inregelmäßigen Abständen an die Datensicherung erinnern. Stattdessen wird in der Softwareeinfach der gewünschte Zeitintervall festgelegt. Neben der Backup-Software vonDrittanbietern werden Datensicherungsprogramme heute bereits vorinstalliert in denmeisten Betriebssystemen zur Verfügung gestellt. So verfügen Windows 7 und 8 bereits vonwww.datensicherung.tips6

DatensicherungHaus aus über Datensicherungsprogramme, Apple bietet mit Time Machine auf Mac OSebenfalls eine leicht zu bedienende Software-Lösung.1.5 Inkrementelles BackupEin Voll-Backup aller Dateien auf einem Computer ist zwar die einfachste Möglichkeit derDatensicherung, hat jedoch auch einen entscheidenden Nachteil. Wenn etwa jeden Monateine Vollsicherung angelegt wird, und die Festplatte kurz vor Ablauf eines Monats beschädigtwird, sind alle neuen Dateien des letzten Monats verloren. Hier kommt das sogenannteinkrementelle Backup ins Spiel. Dabei werden regelmäßig die Daten gesichert, die seit demletzten vollständigen oder inkrementellen Backup hinzugekommen sind.Das hat den Vorteil, dass nach dem ersten Voll-Backup nur noch kleinere regelmäßigeBackups nötig sind. Dadurch wird Speicherplatz auf dem Sicherungsmedium gespart.Allerdings müssen für eine Datenherstellung alle Backups verfügbar sein, ist nur eines derBackups beschädigt, ist eine Herstellung möglicherweise nicht mehr möglich. Darüber hinauswäre ein manuelles Anlegen der regelmäßigen Backups sehr umständlich. Nutzer solltendeshalb eine Software verwenden, die inkrementelle Backups unterstützt.1.6 Differentielles BackupBeim differentiellen Backup wird zunächst eine vollständige Sicherung aller Dateien auf demComputer angelegt. Dann werden in regelmäßigen Abständen alle Dateien gesichert, die seitdem letzten Voll-Backup neu hinzugekommen sind oder verändert wurden. Diese kleinendifferentiellen Backups werden separat gesichert, bis die Speicherkapazität der Festplatteerreicht ist. Dann werden die ältesten differentiellen Backups mit den aktuellstenSicherungen überschrieben. Der Nutzer erhält dadurch den Vorteil, dass er bei einerDatenwiederherstellung einen beliebigen Zeitpunkt wählen kann, der wiederhergestelltwerden soll. Das ist besonders praktisch, wenn der Computer zum Beispiel wegen einemVirenbefall frisch aufgesetzt werden muss. Die Wiederherstellung kann dann von einemZeitpunkt vor der Vireninfektion vorgenommen werden.Ein weiterer Vorteil liegt in dem im Vergleich zu mehreren Voll-Backups reduziertenSpeicherverbrauch. Eine externe Festplatte, die etwa doppelt so viel Speicherkapazität hat,wie die gesicherte Festplatte kann neben dem Voll-Backup mehrere hundert differentielleBackups speichern. Selbst wenn der Speicher verbraucht ist, werden einfach die ältestendifferentiellen Backups überschrieben. Für differentielle Backups wird eine Softwarebenötigt, die Organisation und Durchführung der einzelnen Backups übernimmt. Diesefinden dann im Hintergrund statt, ohne den Nutzer bei seiner Arbeit zu behindern.www.datensicherung.tips7

Datensicherung1.7 DatensynchronisationDie Datensynchronisation bietet sich vor allem für Nutzer an, die mehrere Computer nutzen,zum Beispiel einen Computer im Büro und einen Privatrechner zuhause. Durch dieSynchronisation befinden sich auf beiden Computern stets die gleichen Dateien. Das sorgtnicht nur für Überblick und Vorteile im Arbeitsablauf, sondern dient gleichzeitig als BackupStrategie. Selbst wenn auf einem der Computer ein totaler Datenverlust eintritt, befindensich die Dateien noch immer auf dem anderen Rechner.Am einfachsten funktioniert die Synchronisation, wenn sich beide Computer im gleichenNetzwerk befinden. Mit spezieller Software werden die Dateien auf beiden Festplattenregelmäßig miteinander abgeglichen und falls nötig von einem auf den anderen Computerkopiert. Der Nutzer bekommt davon in der Regel nichts mit. Komplizierter ist es jedoch, zweiComputer miteinander zu synchronisieren, die sich weit voneinander entfernt und nicht imgleichen Netzwerk befinden. Mittlerweile besteht zwar die Möglichkeit, den Datenbestanddieser Computer über die Cloud zu synchronisieren. Der hierfür benötigte Online-Speichereignet sich derzeit jedoch eher für kleine Dateien wie Textdokumente oder Kontaktdaten,die Synchronisation großer Datenmengen ist zu teuer. Ideal ist die Online-Synchronisationjedoch als Backup-Strategie für Smartphones oder Tablets.1.8 Emergency Backup und System RecoveryWenn das Notebook oder der PC plötzlich nicht mehr funktionieren, bekommen es vieleNutzer mit der Angst zu tun. Das gilt vor allem dann, wenn sie sich nicht an die Mahnungenregelmäßiger Backups gehalten haben. Neben dem Schaden an der Hardware tun jetzt auchdie verlorenen Daten richtig weh. Dennoch gibt es Hoffnung. Mit Emergency Backups, alsoNotfall-Datensicherungen können auch von beschädigten Rechnern unter Umständen nochDaten gerettet werden. Falls es sich um einen reinen Hardware-Schaden handelt, der dieFestplatte selbst nicht betrifft, muss diese zunächst ausgebaut werden, das ist auch beimodernen Notebooks problemlos möglich. Die Festplatte kann dann in einen anderenComputer eingebaut oder mit einem Sata-auf-USB-Adapter an diesem angeschlossenwerden.Nun empfiehlt es sich, ein vollständiges Backup der noch zu rettenden Dateien anzulegen.Selbst wenn sich der Schaden auch auf die Festplatte verzieht, ist noch nicht alles verloren.Viele Backup-Programme unterstützen auch die Widerherstellung von beschädigtenFestplatten, sofern diese zumindest noch funktionsfähig sind. Zwar können dann oft nichtmehr alle Dateien gerettet werden, mit etwas Glück liefert diese Notfallmaßnahme dennochgute Ergebnisse.Falls die Installation des Betriebssystems noch funktioniert, ist ein vollständiges Image derFestplatte die beste Lösung. Auf diese Weise werden auch das Betriebssystem und diewww.datensicherung.tips8

Backup-Medieninstallierten Programme mitgesichert. Mittels der System Recovery, also derSystemwiderherstellung kann dann der komplette Inhalt des beschädigten Computers aufeinem neuen Rechner wiederhergestellt werden. Diese Funktion wird von den meistenBackup-Programmen unterstützt.2 Backup-MedienZu einer effektiven Strategie der Datensicherung gehört auch die Auswahl der Medien, aufdenen das Backup regelmäßig gespeichert werden soll. Datenträger wie Disketten, CDs undDVDs eignen sich eher für einmalige Backups, nicht für die regelmäßige Datensicherung. Soempfiehlt es sich zum Beispiel, nach der Installation eines neuen Betriebssystems und derEinrichtung der wichtigsten Programme eine Recovery DVD zu brennen. Von dieser DVDkann das System dann im Notfall wiederhergestellt werden.2.1 Alltägliche SicherungDie alltägliche Datensicherung sollte jedoch auf Massenspeichern wie Festplatten oder USBSticks stattfinden. Das spart im Vergleich zu DVDs Kosten und erfordert weit weniger Arbeit.Für die Mindestspeichergröße des gewählten Backup-Mediums gilt natürlich, dass diesemindestens genauso groß sein muss wie die Gesamtgröße der zu sichernden Daten.Allerdings profitiert der Anwender vor allem bei der Verwendung von inkrementellen oderdifferentiellen Backup-Methoden davon, wenn das Medium wesentlich größer ist als die zusichernde Festplatte. Dies ermöglicht die Sicherung von sogenannten Versionen. ImSchadensfall steht dann nicht nur ein Backup zur Wiederherstellung zur Verfügung.Stattdessen können aus den Versionen unterschiedliche Zeitpunkte ausgewählt werden, diewiederhergestellt werden sollen. Das ist besonders wichtig, wenn der Computer etwa miteinem Virus infiziert wird. Ein sauberes System kann nur dann wiederhergestellt werden,wenn dieser Virus nicht ebenfalls im Backup enthalten ist.2.2 NASNAS-Systeme werden vor allem von professionellen Anwendern genutzt, die beruflich aufdie Sicherheit ihrer Daten angewesen sind. Im Prinzip handelt es sich dabei umeigenständige Serversysteme, die mit Festplatten versehen sind. Die meisten dieser NASSysteme sind Netzwerkfähig und können deshalb als Backup-Medium für alle Computer imNetzwerk dienen. Die Verwendung eines NAS-Systems empfiehlt sich vor allem für dieSicherung großer Datenmengen, die etwa beim Speichern von hochauflösenden Bildern,Filmen oder Musik anfallen.www.datensicherung.tips9

Backup-Verschlüsselung2.3 CloudIn letzter Zeit gewinnt zudem die sogenannte Cloud immer größere Bedeutung als BackupMedium. Hierbei werden die Dateien nicht mehr auf ein physisches Backup-Mediumgeschrieben, sondern in das Internet hochgeladen. Der Vorteil dieser Methode bestehtdarin, dass die Daten nun von jedem Ort der Welt aus jederzeit verfügbar sind. Zudem fallendie Anschaffungskosten für Festplatten weg, die meisten Cloud-Angebote sind im Basispaketkostenlos und bieten genug Speicherplatz für sämtliche Dokumente und die wichtigstenDateien auf dem Computer. Für die komplette Datensicherung umfangreicher Musik- oderVideosammlungen ist ein Cloud-Speicher derzeit jedoch eher nicht geeignet. Erstenserfordern diese Daten zu viel Speicher, zweitens würde ein regelmäßiger Upload in dasInternet zu lange dauern und die Internetverbindung regelmäßig auslasten.3 Backup-VerschlüsselungAuch beim Backup spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle. Viele Softwarelösungen bietendie Möglichkeit an, die gesicherten Daten vor, während oder nach der Sicherung zuVerschlüsseln. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn die Backups auf eine mobile externeFestplatte oder einen USB-Stick gespielt werden sollen. Selbst bei einem Verlust des BackupMediums haben Unbefugte dann keinen Zugriff auf die privaten Daten oder sensiblenGeschäftsunterlagen.Mittlerweile haben sich verschiedene Standards zur Datenverschlüsselung durchgesetzt, dievon den meisten Backuplösungen unterstützt werden. Die am weitesten verbreiteteVerschlüsselungsmethode ist der Advanced Encryption Standard, kurz AES. AES wird selbstvon Behörden und Geheimdiensten zur Verschlüsselung geheimer Dokumente genutzt. Inder Regel hat der Nutzer bei AES die Wahl zwischen verschiedenen Verschlüsselungsstufenvon 128 bis 256 Bit. Je höher die Stufe, desto sicherer ist die Verschlüsselung, desto mehrZeit und Rechenleistung wird allerdings auch benötigt. Für Privatnutzer ist deshalb bereitseiner 128 Bit-Verschlüsselung mehr als ausreichend.Wer seine Dateien in der Cloud speichert, sollte vorher die Nutzungsbedingungen desAnbieters genau studieren und darauf achten, dass die Dateien auf einem verschlüsseltenServer gespeichert werden, auf den nur der Kunde Zugriff hat. Dies schützt nicht nur dieeigenen Dateien vor dem Zugriff Unbefugter. Es vermeidet auch rechtliche Probleme wieVerstöße gegen das Urheberrecht, wenn etwa geschützte Musik auf einem öffentlichen, freizugänglichen Onlinespeicherplatz gespeichert wird.www.datensicherung.tips10

Backup Software/Backupprogramme4 Backup Software/BackupprogrammeJe nachdem, wie wichtig die Dateien auf dem Computer sind und wie gut sie vor Verlustgeschützt werden sollen, empfiehlt sich die Verwendung einer speziellen Backup Software.Diese Backupprogramme werden von verschiedenen Herstellern mit unterschiedlichemLeistungsumfang angeboten. Teilweise können die Programme kostenlos genutzt werden,für andere Produkte fallen dagegen Anschaffungskosten an. Allerdings können selbst diekommerziellen Programme in der Regel kostenlos in einer Demoversion getestet werden.Mittlerweile befinden sich auf vielen Computern zudem bereits im jeweiligen Betriebssystemvorinstallierte Backupprogramme. So verfügen zum Beispiel Windows 7 und 8 über eigeneFunktionen zur Datensicherung, das Äquivalent bei Macs ist die sogenannte Time Machine inMac OSX. Letztendlich hängt es von den eigenen Ansprüchen ab, ob zusätzlich eine eigeneBackupsoftware installiert werden muss. Hier empfiehlt es sich, die Produkte am Marktzunächst einmal zu testen und zu überprüfen, ob der Funktionsumfang den eventuell zuzahlenden Preis rechtfertigt.4.1 Windows-7-SicherungsfunktionJeder mit Windows 7 betriebene Rechner verfügt bereits über eine effektive und einfach zubedienende Backup-Funktion. Diese wird über den Eintrag "Sichern und Wiederherstellen"erreicht. Vom Desktop aus reicht hierfür ein Klick auf den Startbutton und die Eingabe desWortes "Sichern" in der Suchmaske. Nun muss sich der Nutzer entscheiden, ob er nur dievon Windows vorgeschlagenen Dateien sichern oder die jeweiligen Verzeichnisse selbstauswählen will. Die erste Variante ist vor allem dann zu empfehlen, wenn alle Dateien aufdem Computer in den entsprechenden Windows-Bibliotheken gespeichert werden, also inden jeweiligen Ordnern für Bilder, Videos, Musik und so weiter. Denn Windowsberücksichtigt bei dieser Datensicherung nur die entsprechenden Bibliotheks-ordner. Hatder Nutzer dagegen eigene Ordner für seine Dateien ausgewählt, muss unbedingt diebenutzerdefinierte Datensicherung gewählt werden. Nun lassen sich die entsprechendenOrdner in die Datensicherung einbeziehen.Die Windows-7-Datensicherung erlaubt auch das Management regelmäßigerDatensicherungen. Hierfür können Sie den gewünschten Zeitintervall festlegen, alsobestimmen, ob die Datensicherung täglich, wöchentlich oder monatlich stattfinden soll. ZumWiderherstellen einer Datensicherung genügt ein Klick auf "Wiederherstellen". Nun könnendie Daten des Backups ausgewählt werden, die wieder zurückkopiert werden sollen.Abgesehen von dieser Backup-Lösung für einzelne Dateien besteht in der Windows-7Sicherungsfunktion auch die Möglichkeit, ein vollständiges Systemabbild zu erstellen. Hierbeiwird das gesamte System, also das Betriebssystem inklusiver aller Dateien auf demComputer, auf einem Backup-Medium gesichert. Sollte es zu einem Totalausfall des Systemswww.datensicherung.tips11

Backup Software/Backupprogrammekommen, kann der Computer von dieser Sicherung vollständig wiederhergestellt werden,ohne dass danach Programme neu installiert werden müssen.Auch in Windows 8 ist die Windows-7-Sicherungsfunktion enthalten. Zusätzlich haben Sie dieMöglichkeit, ihre Daten mit einem sogenannten Dateiversionsverlauf zu sichern. Dabeiwerden bei jedem Backup verschiedene Versionen der Datei gespeichert. Wenn Sie alsobeispielsweise an einem Text arbeiten und dieser regelmäßig im Rahmen eines Backupsgesichert wird, können Sie den Text später aus verschiedenen Stadien wiederherstellen.Insgesamt stellt die in Windows integrierte Backuplösung eine für Privatnutzer völligausreichende Möglichkeit der Datensicherung dar.4.2 Acronis True ImageAcronis True Image gehört zu den bekanntesten und populärsten kommerziellen BackupProgramme. Wie die meisten anderen Programme ermöglicht auch True Image das Erstellenregelmäßiger Datensicherungen, wobei stets verschiedene Versionen der gesichertenDateien auf dem Backup-Medium gespeichert werden. Dadurch können im Falle einerWiederherstellung auch frühere Versionen der entsprechenden Datei wiederhergestelltwerden. Diese Reise in die Vergangenheit des Computers wird lediglich durch dieSpeicherkapazität des Backup-Mediums begrenzt: Je größer das Speichermedium, destoweiter reichen auch die Dateiversionen zurück.Das größte Verkaufsargument von Acronis True Image ist allerdings nicht die BackupFunktion, die heute sogar schon von vielen kostenlosen Alternativen mitgebracht wird,sondern das umfangreiche Zusatzangebot. So lassen sich mit True Image mobile Endgerätewie Smartphones oder Tablets regelmäßig und drahtlos mit dem Rechner synchronisieren.Da

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