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Die Nemopteriden (Fadenhafte) ArabiensEin Beitrag zur Kenntnis der Neuropterida der Arabischen Halbinsel(Neuropterida: Neuroptera: Nemopteridae)HerbertHOLZELAbstractYemen is discussed for the first time. Twonew species, Brevistoma gallagheri nov.The Nemopterids (spoon-winged lace-spec. and Brevistoma hackeri nov. spec.wings and thread-winged lacewings) ofare described, and figures of the wings andArabia. A contribution to the knowledgeessential parts of the genital structures areof the Neuropterida of the Arabian penin-provided. Moreover, closely allied speciessula.of the genus Halter are discussed and illu-So far, 12 species of the familystrated.Nemopteridae have been recorded fromKey w 0 r d s: Neuroptera, Nemop-the Arabian peninsula. In this study mate-teridae, taxonomy, distributions, Arabianrial collected in the last years in Oman andpeninsula.Stapfia 60,zugleich Kataloge des 00. Landesmuseums,Neue Foige Nr. 138 (1999),129-146129

EinleitungDas Wissen iiber die Zusammensetzungder Neuropterenfauna der ArabischenHalbinsel, das sind die Lander Saudi-Arabien, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate (UAE), Oman und Yemen, steckte nochbis vor zwei }ahrzehnten in den Kinderschuhen. Nach den ersten Beschreibungenarabischer Neuroptera durch KLUG (1834,sechs Spezies der Familie Myrmeleontidaeund 1836, zwei Spezies der Nemopteridae)folgten in diesem }ahrhundert viele Einzelbeschreibungen hauptsachlich von Myrmeleontiden durch NAVAs (1910-1936) unddurch KIMMINS (1943, sieben Spezies derMyrmeleontidae). Erst durch die in den}ahren ab 1978 einsetzenden entomologischen Expeditionen nach Saudi-Arabien(Projekt Fauna of Saudi Arabia, organisiert von Dr. W. Biittiker und Dr. W. Wittmer) entwickelten sich unsere Kenntnissemit groBer Beschleunigung. MEINANDERbearbeitete Coniopterygidae (1979) undNemopteridae (1980). Dem folgten Publikationen von HOLZEL: Chrysopidae (1980,1988), Myrmeleontidae (1982, 1983,1988), Ascalaphidae (1983) und schlieBlich Hemerobiidae und Sisyridae (1988).Eine Zusammenfassung aller Nachweisevon Chrysopidae und Hemerobiidae inOman und Yemen (1995) und eine Listealler bis zu diesem Zeitpunkt von der Arabischen Halbinsel nachgewiesenen Neuroptera zusammen mit einem zoogeographischen Oberblick (1998) stammen vom selben Autor.In diesen Bearbeitungen wurden vonder Arabischen Halbinsel bis 1998 224Spezies der Neuroptera nachgewiesen. Dieartenreichsten Familien sind die Myrmeleontidae (113), Coniopterygidae (41),Chrysopidae (32), Nemopteridae (12), aIleanderen Familien, das sind die Sisyridae,Mantispidae, Berothidae und Ascalaphidae, sind mit weniger als 10 Arten vertreten. Zur Zoogeographie wurde festgestellt,daB rund die Halfte der Arten Faunenele130mente des palaarktischen Eremials darstellen; die andere Halfte sind Faunenelemente afrotropischen Ursprungs (HOLZEL1998).Umfangreiche Aufsammlungen vonbisher nicht bearbeitetem Material inOman und Yemen, das eine beachtlicheAnzahl fiir die Wissenschaft neuer Taxaenthalt, geben nunmehr Veranlassung, diebisher hauptsachlich auf die Fauna SaudiArabiens bezogenen Publikationen durchBearbeitungen der Fauna der siidlichenHalbinsel zu erganzen. Das ist zum Teilbereits fur die Chrysopidae und Hemerobiidae (HOLZEL 1995) geschehen, hier folgennun die N emopteridae.Material und MethodenOberaus wertvoll fUr die Erforschung derFauna der sUdlichen Halbinsel war die jahrelange Sammeltatigkeit des bis zum Jahre 1998fur das Oman Natural History Museum arbeitenden Zoologen M. D. Gallagher, der dasgesamte Material an Neuropteren dem Autoruneingeschrankt zur Bearbeitung uberlassenhat. 1m Yemen wurden, gleichfalls durch vieleJahre hindurch, auch Neuropteren durch Mitarbeiter des Yemeni German Plant ProtectionProject gesammelt und durch A. Van Hartendem Autor zur VerfUgung gestellt. Sehrumfangreiche Aufsammlungen, die durch eineGruppe deutscher Entomologen in den Jahren1996 und 1998 im Yemen vorgenommen wurden, stehen gleichfalls zur Bearbeitung zurVerfUgung.Das Material befindet sich, trocken undgenadelt (ein kleiner Teil der Aufsammlungenim Yemen in Alkohol), derzeit in der Sammlung des Autors und wird nach AbschluB derBearbeitung, neben Aufstellung einer Referenzsammlung im Oman Natural HistoryMuseum, Muscat, im Naturhistorischen Museum in Wien deponiert werden.Die zur Bezeichnung des Geaders und derStrukturen der Genitalregion verwendete Terminologie folgt zur Ganze den bisherigenArbeiten Uber Saudi-Arabien (I.e.). DieNamen der Sammler werden wie folgt

abgehirzt: M.D. Gallagher (MG), C. Holzschuh (CH), B. Skule (BS), H. Hijlzel (HH)und Teilnehmer der Deutschen Entomologischen Expedition 1998: A. Bischof, J. Bittermann, M. Fibiger, H. Hacker, H. Peks und HP. Schreier (DE).Weitere Abhirzungen: FD (Fehldetermination), Hfl (Hinterfli.igel), Mon (Monographische Beal'beitung), OB (Originalbeschl'eibung), Redskr (Redeskription), Syn (Synonymisierung), Tax (Taxonomie), Vb (Verbl'eitung), Vfl (Vol'del'fli.igel).Familie: NemopteridaeBURMEISTER, 1839Zur Familie gehijren kleine bis mittelgroBeNetzflugler von sehr charakteristischem Aussehen, das von einem zumeist auffallend langem Rostrum und sehr langen faden- oderbandformigen Hinterflugeln gepragt ist. DieLangen del' Vorderfli.igel erreichen etwa 35mm, die del' Hinterflligel bis zu 90 mm. Fur diekleinste Art auf del' Arabischen Halbinsel(Croce anstata) sind die MaBe 8 mm (Vfl.), 20mm (Hf1), fur die groBtc Art (Halter nutans)etwa 25 mm (Vfl) bis etwa 60 mm (Hf1).Morphologie der Imagines:Kopf nur sehr selten ohne Rostrum (Nemopterinae-Genus Derhynchia TJEDER, 1967, inSlidafrika), manchmal mit kurzem (BrevistomaTJEDER, 1967, Abb. 17) zumeist aber mit langem Rostrum (Halter RAMBuR, 1842, Abb. lO13). Komplexaugen zumeist sehr groB, keineOzellcn. Antennen von sehr kurz bis etwa inder Lange der Vorderflugel (Abb. 5), zumeistfiliform, bei der Unterfamilie Crocinae undbei dem Nemopterinae-Genus Derhynchiaimmcr kurz und apikal vefdickt. Mandibelnsymmetrisch, schwach ausgebildct, manchmalstark reduziert und unbeweglich (Derhynchia).Lange del' Maxillen entsprechend der Langedes Rostrums, bei den meisten Crocinaeextrem lang, mit meist groBer Cardo, langemStipes, langer Lacinia und langer einfacheroder zweigliedriger Galea, mit meist langemviergliedrigem Maxillarpalpus und langemPalpifcr, del' bei Crocinac rohrenformig ausgebildet ist und die teleskopartig einziehbareGalea aufnehmen kann. Labialpalpus zumeistdreigliedrig. Prothorax kurz, mit sattelfiirmi-Abb. 1: Dielocroce elegans. 0, Oman, Wadi Mayh.Abb. 2: Dielocroce elegans, Q, Oman, Wadi Mayh.131

gem Pronotum, zumeist kaum vie I langer alsbreit. Mesothorax sehr kraftig entwickelt,jedenfalls gr6Ber als die anderen Teile desThorax. Metathorax auBerordentlich kurz,kleiner als in allen anderen Familien der N europtera. Beine homonom, zart, bei manchenGenera sehr kurz; Tibien manchmal mit apikalen Spomen. Coxae der Vorderbeine beiCrocinae schlank und viel langer als die derAbb.3:Dielocroce elegans, C5,Oman, Wadi Mayh.Abb.4:pterocroce capillaris,L3 (Zypern).1324anderen Beine, bei Nemopterinae hingegenkurz und gleich denen der anderen Beinpaare.Flugel zumeist ungefleckt, nur bei den mediterranen Arten des Genus Nemoptera LATREILLE, 1802, mit ausgedehnter gelber oder brauner Fleckung. Viele Nemopterinae-Generamit leicht rauchiger Membran und leichterT6nung im Kostalfeld der Vorderflugel. Pterostigma (Vfl) zumeist deutlich vorhanden, beiNemopterinae als heller, gelblicher Fleck zwischen 2-3 Queradem im Kostalfeld, bei Crocinae als Verbreiterung einiger Queradem undrauher Membran dazwischen. Die 00 einigerCrocinae-Genera besitzen im Vorder- oderHinterflugel oder auch in beiden eine sogenannte "Bulla" (Abb. 3) - eine Struktur, diebisher noch nicht naher untersucht wurde,vermutlich aber ein Duftorgan darstellt - imVorderflugel als taschenartige Einstulpung desHinterrandes mit einem Buschel weiBlicherHaare, im Hinterflugel als dichtes Haarbuschel ausgebildet. Die Hinterflugel sind an derBasis sehr schmal, variabel in der Lange, dochbei allen bisher bekannten Spezies jedenfallslanger als die Vorderflugel. Bei Nemopterinaesind sie bandf6rmig und zumeist im distalenTeil ein- oder zweimal dilatiert und braungefleckt. Bei Crocinae sind sie fadenf6rmigdunn, weiBlich und gelegentlich an den Queradem braun gefleckt. Kein Kopplungsapparatvorhanden.Flugelgeader (Abb. 3 und 7). Querademim Kostalfeld zumeist ungegabelt, keine venarecurrens. Subcosta und Radius vereinigensich unter dem Pterostigma. Cubitus anteriorbreit gegabelt, Cubitus posterior bei Nemopterinae und beim Crocinae-Genus losandrevaNAVAs, 1906, frei zum Flugelrand verlaufend,bei allen ubrigen Crocinae mit der erstenAnalis verschmolzen. Bei Crocinae zwei, beiNemopterinae drei Analadem vorhanden.Geader der Hinterflugel reduziert, bei Nemopterinae aus Costa, Subcosta, Radius undMedia und Quergeader bestehend, bei Crocinae nur im basalen Flugelteil ausgebildetund ohne Media. Hinterflugel der Nemopterinae im apikalen Teil stets etwa urn 90 verdreht, im rechten Flugel im Uhrzeigersinn, imlinken dagegen. Abdomen des 0 schwachsklerotisiert, mit neun vollstandig ausgebildeten Segmenten; bei manchen Genera mit ausstulpbaren Pleuritocavae zwischen 5. und 6.

oder 6. und 7. Segment. Sklerotisierte Strukturen der mann lichen Genitalregion ausGonarcus und Parameren, zumeist zu einemKomplex verschmolzen, zusammengesetzt. BeiCrocinae sind zusatzlich ein Arcessus, einGonosaccus und manchmal paarige Entoprocess us vorhanden. Abdomen des 9 ebenfallsschwach sklerotisiert, mit acht vollstandigausgebildeten Segmenten. Strukturen derGenitalregion, Ektoprokts und Gonapophyseslaterales ohne Besonderheiten, Spermathecamembranos.Larven det N emopterinae: Ki1rper gedrungen mit etwa quadratischem Kopf, deutlichlanger als breit, mit kurzen, kraftigen Mandibeln und nach ventral stark vorgewcilbt. Labialpalpus vietgliedrig. Antennen sehr kurz, mit2-4 Segmenten. Sieben Stemmata. Prothoraxsehr kurz, viel breiter als lang. Beine sehr kurzund kraftig, Tarsus ungegliedert mit zwei starken Klauen. Tibien und Tatsen aller BeineAbb.5:Halter nutans, 0,Oman, Bawshar.Sexualdimorphismus-Kopf:Bei Nemopterinae Frons und Vertex im weiblichen Geschlecht oft deutlich breiter als immannlichen, Augen bei manchen Genera (z.B. Halter RAMBUR, Abb. 10 und 12) beim C5deutlich groBer und naher beisammen alsbeim 9. Antennen der C5C5 bei vielen Generadeutlich langer als die def 99 (Abb. 5 und 6).V 0 r d e r fl u gel der 99 bei Nemopterinae meist deutlich breiter und apikal rundlicher als die der C5C5. Bei den Crocinae-Genera Pterocroce und Dielocroce C5C5 mit Bulla(Abb. lund 3).H in t e r flu gel des C5 zumeist (in Relation zur Vordetflugellange) deutlich langer alsdie des 9 und bei Nemopterinae mit untetschiedlich breiter Dilatierung apikal. Bei denCrocinae-Genera Dielocroce COWLEY, 1941,und Laurhervasia NAVAs, 1914, C5 mit Bulla(Abb. 1).A b d 0 men des C5 bei manchen Generadeutlich langer (tangere Segmente) als beimQ. C5C5 einiger Genera mit Pleuritocavae.Abb.6:Halter nutans, Q,Oman. Bawshar.M 0 r p hoI 0 g i e d e r L a t v en. BeiCtocinae Habitus dutch starke, bei manchenGenera extrem starke Verlangerung des Prothorax gepragt (Abb. 4). Kopf etwa dreieckigoder quadratisch mit langen Saugzangen.Mandibeln mit einem oder mehreren Zahnen(z. B. Croce McLACHLAN, 1885) odet ungezahnt. Labiaipalpus dreigliedrig (Croce),zweigliedrig bei den ilbtigen Genera. Antennen lang, mit 10-12 Segmenten. Sechs bis sieben Stemmata. Pro thorax in drei gut abgrenzbare Regionen geteilt, Meso- und Metathoraxgedrungen und wesentlich breiter. Beine langund zart. Tarsus ungegliedett, mit zwei Klauenund ohne Empodium. Abdomen seht bteit mit10 Segmenten.133

(z. B. Psocidae) Iauernd; sie kiinnen sich vorwarts und ruckwarts bewegen. Die Verpuppung erfolgt in einem von Staub- und Sandhlfl1chen durchsetzten Kokon, das Puppenstadium dauert drei bis vier Wochen. Puppe vomliblichen N europtera- Habitus, Hinterflugeluhrfederartig aufgerollt. Entwicklungsdauerein- bis dreijahrig, abhllngig von Temperaturund Nahrung. Imagines durchwegs Pollenti'esser, dammerungs- oder nachtaktiv; sie werdenvon hinstlichen Lichtquellen stark angezogen. Flug unbeholfen wirkend, t1atternd odersegelnd, HinterflUgei als Steuerorgan fungierend. Viele Arten in hohen Populationsdichten, oft sogar massenhaft auftretend.7Nemopterinae QQ legen die Eier gleichfalls einzeln (bis 85 beobachtet)am Boden abo Das Eistadium dauert 20-24 Tage. Drei sehr ahnlichaussehende Larvenstadien. Entwicklungsdauer zwei Jahre. DieLarven leben im oberflachlichenSand verborgen (N. coa LINNAEUS,1758), oder bis Zll einer Tide vonetwa 25 cm im Sand vcrgraben(Derhynchia vansoni TJEDER, 1967).Anders als die MyrmeleontidenLarven, die sich vor- und ruckwartsbewegen h)nnen und sich stetsdurch Ruckwartsbewegungen imSubstrat vergraben, bewegen sichdie wenigen beobachteten Nemopterinae-Larven nur vorwarts undAbb.7-9:Halter nutans. linker Vorderflugel, Q(Abb.7),linker Hinterfli.igel, c5 (Abb. 8),linker Hinterflugel, Q (Abb. 9).ventral mit dicken Dornen ausgestattet.Abdomen breit mit acht Segmenten und fast"nahtlos" an den Kopf anschlieBend. Derganze Kllrper ist dicht mit Dolichasters besetztund tragt lateral zahlreiche lange Sinneshaare.L e ben s wei s e . Crocinae QQ legen dieEier (his 40) einzeln am Boden abo Das Eistadium dauert bis zu 24 Tage. Drei sehr ahnlichaussehende Larvenstadien, Unterschiede nurin GroBe und Sklerotisierung. Die Larvenleben im Staub in Hbhlen oder in Hohlraumen unter Fetsen, bei manchen Arten in Hausem, weitgehend bewegungslos auf Beutetiere134graben sich mit dem Kopf vman imSand ein. Ober die Nahrungsaufnahme gibt es divergierende Angaben. TRC)GER (1993) hat Larvenvon N. eoa im 2. und 3. Stadiumgesammelt und diese ohne gr6BereSchwierigkeiten hauptsachlich mit DipterenLarven 2ur Verpuppung gebracht. MONSERRAT& MARTINEZ (1995) hingegen haben in mehrj ihrigen Beobachtungen Larven von L. sofiaeMUI'SERRAT, 1988, und N. bipennis (ILLIGER,1812), ab ovo durchgezuchtet und dabei festgestellt, daB sich nur Larven, die durchgehendmit Ameisenlarven gefuttert wurden, problemlos entwickeln konnten.Die Autoren vermuten daher, daB alle (?)Nemopterinae-Larven myrmekophil sind undnur in naher Verbindung mit Ameisennestem,wo standig genugend Brut als Futter zur VerfU-

gung steht, zur Entwicklung gelangen. Bisher--------- - .---------,wurden allerdings noch nie NemopterinaeLarven in Ameisennestern nachgewiesen. DieVerpuppung erfolgt in einem kugeligenKokon, der aus Seide gesponnen wird, wobei:mch Sandteilchen mitverarbeitet werden.Dauer des Puppenstadiums etwa 20 Tage. Imagines tagaktiv (aile europaischen NemopteraArten), diimmerungs- oder nachtaktiv. Dieletztgenannten Arten werden von kunstlichenLichtquellen stark angezogen.S y s t e mat i s c h e S t e II u n g: DieZugehorigkeit der Nemopteridae, gemeinsam11mit Nymphidae, Psychopsidae, Myrmeleontidae und Ascalaphidae zur UnterordnungMyrmeleontiformia ist wohl unbestritten.Schon WITHYCO,\1BE (1925) hat diese Familien in seincm "phylogenetic tree" als nachstverwandt dargestellt. 1m Kladogramm vonMANSELL (1992) sind die Psychopsidae dieSchwestergruppe aller andercn Familien derMyrmeleontiformia und die Nemopteridae dieSchwestergruppe der Nymphidae (Ascalaphidae Myrmeleontidae). Envas abweichend davon werden im Kladogramm vonASP()CK U. (1995) die Nemopteridae Psychopsidae den Nymphidae (Ascalaphidae Myrmeleontidae) gegenubergestellt. 1m Rahmen des Studiums einer moglichen Myrmekophilie der Nemopterinae vertritt MONSERRAT(1996) die Auffassung. daB Crocinae undNemopterinae in separate Familien zu teilenseien, wobei die so gebildeten Crocidae zweifelsfrei bei der Unterordnung Myrmeleontiformia zu bleiben hatten. Die Zugeh6rigkeit derreduzierten Nemopteridae wird diskutiert undoffen gelassen und dabei auf verschiedeneMerkmale verwiesen, dic eine nahere Beziehung zu den Chrysopidae (Hemerobiiformia)moglich erscheinen lassen.Ve r b rei tun g: Vier Verbreitungszentren: Mittelmeerraum uber Vorderasien bisNordindien, dann Zentral- und Slidafrika alsartenreichste Zentren, kleinere reliktare Vorkommen in Sudamerika bzw. in Australien. InNordamerika kommt die Familie rezent nichtvor. Rund 130 Spezies in 35 Genera sindbeschrieben.Subfamilie Crocinae NAVAs, 1910T a x 0 nom i e: Differenzierung der vierauf der Arabischen HalbinselnachgewiesencnGenera nach eidonomischen Merkmalen vollig unproblematisch. (Bestimmungsschhissel.HOlZEL 1975).Abb. 10: Halter nutans. 0. Kopf mitRostrum.Abb. 11: ders. Q. Kopf mit Rostrum.Abb. 12: Halter halteratus. 0. Kopf mitRostrum.Abb. 13: ders. Q. Kopf mit Rostrum.MaBstab 1 mm.Ve r b rei tun g: Sechs Genera mit 26Spezies in der Slidpalaarktis von Spanien undMarokko tiber Vorderasien bis Nordindien.Vier Genera mit 10 Spezies in Sud afrika, vierGenera mit funf Spezies in Sudamerika(Argentinien und Chile) und zwei Genera mitsechs Spezies in Australien.135

Genus CroceMcLACHLAN,1885Genus Die/ocroceCOWLEY,1941T a x 0 nom i e: Die zur Gattung gehi1ri-Ta x 0 nom i e : Zm Gattung gehoren nurdrei Arten, die nach eidonomischen Merkmalen gut differenziert werden konnen. (HOLZEL1975)gen 16 Arten h1nnen nach eidonomischenMerkmalen problemlos differenziert werden.(BestimmLlngsschllissel, HOLZEL 1975).Ve r b rei tun g: Von Nordafrika (Libyen) liber Vorderasien bis Westpakistan undNordindien.Ve r b rei tun g: Von Nordafrika (eineSpezics ausnahmsweise bis Nordkenya) tiberVorderasicn bis Westpakistan. Auf der Arabischen Halbinscl sechs Arten.Croce aristata (KLUG, 1836)Nemoptera aristata KLUG, 1836: 96 (OB).Croce aristata (KLUCi): McLACHLAN 1885: 379(Tax); HelLzEl 1975: 62 (Redeskr, Vb); MEINANDER1980: 175 (Vb); AsraCK H. & HtlLZEL 1996: 64 (Vb);HalZEL 1998: 135 (Vb).Klugina aristata (KLUG): NAVAs 1910: 394 (Tax).Croce klugi NAVAs, 1932: 410 (OB): HelLZEL 1975:62 (Syn).Mat e ria I : Oman: 2d:5 , 4QQ, Wadi Mu'aydin, ncar Tdwi Sadh, 650 m, nOST NjSr40' E, 22.4.und 2. 5. 1988 (HH); 10', lQ, Bandar Jissah, 2)033'N/58 39' E, 15.4. und 4.5.1988 (HH). HelLZEl (197S)und MEINANDER (1980) melden je einen Nachweis ausSaudi Arabien.Die/oeroce chobauti1898)(McLACHLAN,Croce ehobauti MCL.ACHLAN, 1898: 169 (OB).Nina chobauti (iY1CL.ACHLAN): ESBE'J· PETERSEN1920: 152 (Vb); WIT!IYCC):vlIlE 1923: 273 (Tax, Vb);ALEX.\'JDRUV-MARTY'JOV 1930: 249 (Vh).Dielocroce chobauti (McLACHLAN): HOLZEl 1975:66 (Redeskr, Vb); MEINANDER 1980: 176 (Tax, Vb);ASPclCK H. & H,')lZEL 1996: 64 (Vb); HaLZEL 1998:135 (Vb).Mat e ria I : Oman: 3d:5 , Bandar al Jissah,23 33' N!58 38' E, 154.1988 (HH) unci 22.3.1996(MG). Yemen: 15d:5 15QQ, Provo Hadramaut, 15 05'N!48 42' E, Abdallah Garib Plateau, 63 km wnwMukalla, 1335 m, 2. 5. 1998 (DE).MEIl'-iANDER (1980) meldet Nachweise ausSaudi Arabien, Yemen und Somalia.Abb.14:Brevistomagallagher;n.sp., Holotypus,0,Oman,WahibaSandsVe r b rei tun g: Saudi Arabien, Oman,Yemen; ferner Algerien, Agypten, Sudan,Somalia, Sinai, Israel (Abb.34). - Polyzentrisches Faunenelement des Eremials.Die/ocroce e/egans(ALEXANDROV-MARTYNOV,Abb. 15: B. gallagheri, linker HinterflUgel, o.(Abb.1-3)Verbreitung: Saudi Arabien, Oman; femerLibyen, Agypten, Sinai, Israel (Abb. 28). - Polyzentrisches Faunenelement des Eremials.Croce schmidti (NAVAs, 1927)Walthornia schmidti NAVAs, 1927: 184 (OB).Croce zarudnyi ALEXANDROV·MARTYNOV 1930:242 (OB): HalzEL 1968: 39 (Vb); 1975 (Syn).Croce schmidti (NAVAs): Hc)uEL 1975: 60 (Redes·kr. Vb); MEINAI'DER 1980: 176 (Vb); II(lLZEL 1998: 135(Vb).Mat e ria I: Yemen: 1Q, Provo Hadramaut,15 05' N/48 42' E, Abdallah Garib Plateau, 63 kmwnw Mukalla, 1335 m, 2.5.1998 (DE).Ve r b rei tun g : Saudi Arabien, Yemen;ferner Israel, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan(Abb. 29). - Iranoeremisches Faunenelement.1361930)Nina elegans ALEXANDROV·MARTYNOV 1930: 244(OB).Die/oerace elegans (ALEXANDROV. MARTYNOV):HClLZEL 1968: 40 (Tax, Vb); 1975: 67; IvlEll'ANDER1980: 177 (Tax. Vb); HC)LZEL 1998: 135 (Vb).Mat e ria I : Oman: Wadi Dabaun near BidBid, 23 25' N!58 06' E, 20.4.88; Wadi Mayh, 23 28'N/58 36' E, 24.4.1988; Wadi Mu'aydin near TawiSadh, 22 57' Nj57 40' E, 3.5.1988; Bandar al Jissah.23 33' N/58 39' E, 15.4., 23.4., 4.5. 1988 (aile HH),sehr zahlreich am kunstlichen Licht; 2 C5C5, .3 QQ,Wadi Bani Awf, 23 11' N!57 25' E, ohne Datum(MG); 2 d:5 Bawshar, 23 32' N/58 23' E, 2. 5. 1988(MG); 4 C5C5, 13 C5C5, Wadi lv1ayh, 23 25' N/58 33' E,29.3. 1996 (/-'lG).MEINANDER (1980) meldet Nachweise ausSaudi Arabien, Oman lind Israel.

D. elegans gehort an geeigneten Orten imOman zu den haufigsten Besuchern vonkiinstlichen Lichtquellen. Die Flugzeitbeginnt wahrend der Dammerung und dauertnur kurz; ganze Schwarme umkreisen dieLichtquelle, nach kaum einer Stunde ist keinTier mehr zu finden.Ve r b rei tun g: Saudi-Arabien, Oman;ferner Israel, Syrien, Iran, Afghanistan, Pakistan (Abb. 30). - Iranoeremisches Faunenelement.Dielocroce berlandi (NAVAs. 1936)Nina berlandi NAVAs, 1936: 114 (OB).Berlandus saharae PIERRE, 1952: 3 (OB):HOLZEL 1975: 70 (Syn).Dielocroce berlandi (NAVAs): HOLZEL 1975:70 (Redeskr, Vb); MEINANDER 1980: 177(Vb); ASPOCK H. & HOLZEL 1996: 64 (Vb);HOLZEL 1998: 135 (Vb).19Mat e ria 1 : Yemen: 11 cJcJ, 13 QQ,Provo Shabwah, 14 16' N/4r36' E, 5 km SSOMayfa'ah, 440 m, 30.4.1998 (DE).MEINANDER (1980) meldet Nachweise ausSaudi Arabien, Sinai und Israel.Ve r b rei tun g : Saudi Arabien, Yemen;ferner Algerien, Sinai, Sudan, Kenya (Abb.35). - Polyzentrisches Faunenelement des Eremials.Dielocroce modesta HOLZEL. 1975Dieloeroce modesta HaLzEL, 1975: 75 (OB); 1998:135 (Vb).Mat e ria I : Oman: 1cJ, Wadi Mayh, 23 25'N/58 33'E, 24.4.1988 (HH).21bie)." MEINANDER (1980) erwahnt einen Nachweis vonSomalia.Ve r b rei tun g : Agypten, Sinai, Arabien?, Somalia. - Polyzentrisches Faunenelement des Eremials.Dies ist der zweite Nachweis dieser Art, die nacheinem einzelnen cJ aus Iran beschrieben wurde.Ve r b rei tun g: Oman; ferner Iran(Abb. 31). -Iranoeremisches Faunenelement?Dielocroce necrosia (NAVAs. 1913)Nina neerosia NAvAs, 1913: 485 (OB).Nina withycombei NAVAs, 1926: 195 (OB); ALEXANDROV-MARTYNOV 1930: 250 (Vb); HaLZEL 1975: 76(Syn).Dieloeroce necrosia (NAvAs): HaLzEL 1975: 76(Redeskr, Vb); MEINANDER 1980: 177 (Vb); ASPOcK H.& HauEL 1996: 64 (Vb); HaLZEL 1998: 135 (Vb).Material: NAvAs (1927) meldet Nina withycombei von" Kinina et Merda (cotes du Sud de l'Ara-Dielocroce baudii(GRIFFINI.1895)Nemoptera (Croce) baudii GRIFFINI, 1895: 2 (OB).Croce baudii (GRIFFINI): KIRBY 1900: 464 (Tax, Vb).Abb. 16-19: Brevistoma gallagher;n.sp. Holotypus. c5. Apex des Abdomens. von lateral (Abb. 16). Kopf mitRostrum (Abb. 17). Gonarcus mit Parameren. von lateral (Abb. 18). Gonarcusund Subanale. von kaudal (Abb. 19).Oman. Wahiba Sands. Abb. 20: Halternutans. c5. Gonarcus mit Parameren.von lateral. Abb. 21: ders. Gonarcusund Subanale. von kaudal. Oman.Bawshar. MaBstab 1 mm.Nina baudii (GRIFFINI): WITHYCOMBE 1923: 285(Tax, Vb); ALEXANDROV-MARTYNOV 1930: 249 (Vb).Dielocroce baudii (GRIFFINI): COWLEY 1941: 724(Tax); TJEDER 1958: 3 (Redeskr, Vb); HaUEL 1975: 77(Redeskr, Vb); MEINANDER 1980: 178 (Vb); AsPbcK H.& HaLZEL 1996: 64 (Vb); HaLzEL 1998: 135 (Vb).Nina joppana WITHYCOMBE, 1923: 281 (OB);ALEXANDROV-MARTYNOV 1930: 250 (Syn).Dieloeroce joppana (WITHYCOMBE): HaLzEL 1968:42 (Vb).Dieloeroce afghana HaLzEL, 1968: 42 (OB); 1975:77 (Syn).137

Dielocroce alba (OLIVIER) (Nemoptera alba OLIVIER, 1811- nomen dubium): TJEDER 1974: 300 (Tax,Vb).Mat e ria 1: MEINANDER (1980) meldet dieArt von Saudi Arabien.Ve r b rei tun g: Saudi Arabien, fernerZypern, Israel, Irak, Afghanistan (Abb. 32). Syroeremisches Faunenelement?SERRAT 1983: 109 (Man); AsPOcK H. & HOlZEl 1996:64 (Vb); HOlZEL 1998: 135 (Vb).Pterocroce storeyi WITHYCOMBE, 1923: 277 (Tax,Vb); HOLZEL 1975: 80 (Syn).Pterocroce arenaria (Roux) Necrophylus arenariusRoux, 1833 (Tax, Vb).nomen dubium: NAVAs, 1926: 194Pterocroce troglophilus PIERRE, 1952: 9 (OB); HOLZEl 1975: 80 (Syn).Mat e ria 1: Der Holotypus von NemopteracapiUaris wurde aus "Arabia" beschrieben.Diese Art kann im Larvenstadium in kleineren Erdhohlen schon in Nordafrika undZypern in groBer Anzahl gefunden werden.Die Aufzucht zur Imago verlauft vollig unproblematisch, als Nahrung werden kleinere,weichhautige Arthropoden gerne angenommen.Abb.22:Brevistoma hackeri n.sp . Paratypus. Q.Yemen. ShaballahVe r b rei tun g: Arabien?, ferner Span ien, Marokko, Algerien, Tunesien, Agypten,Tschad, Zypern, Iran. - Polyzentrisches Faunenelement des palaearktischen Eremials.Genus Afghanocroce HOlZEl, 1968T a x 0 nom i e: Monotypisches Genus,Identifizierung beider Geschlechter ohneSchwierigkeiten moglich. (HOLZEL 1975)Ve r b rei tun g: Siehe A. vartianorum.Afghanocroce vartianorum HOlZEl,1968Afghanocroce vartianorum HOlZEL, 1968: 44 (OB)1975: 82 (Redeskr, Vb); MEINANDER 1980: 178 (Vb);HOLZEL 1998: 135 (Vb).Genus Pterocroce1923WITHYCOMBE,T a x 0 nom i e: Monotypisches Genus,o nach eidonomischen Merkmalen problemlos identifizierbar.Ve r b rei tun g: Siehe unter P. capi/laris.Mat e ria 1 : MEINANDER (1980) meldet 1 Qvon Yemen, Sana'a, ca. 2370 m, VL1938 und schreibtdazu: " The determination of the present female specimen of this species from Yemen is tentative."Ve r b rei tun g : Yemen? auBerdem Iran,Afghanistan. - lranoeremisches Faunenelement.Subfamilie Nemopterinae1839BURMEI-STER,Pterocroce capillaris (KwG, 1836)(Abb.3)Nemoptera capillaris KLUO, 1836: 36 (OB).Croce capiUaris (KLUO): McLACHLAN 1885: 379(Tax).Nina capillaris (KLUO): NAVAs 1910: 405 (Tax,Vb); 1912: 19 (Tax, Vb).Pterocroce capillaris (KLUO): WITHYCOMBE 1923:285 (Tax, Vb); HOlZEl 1975: 80 (Redeskr, Vb); MON-138T a x 0 nom i e: Die zugehorigen 19Genera konnen zumeist nach eidonomischenMerkmalen gut unterschieden werden. Allerdings sind bisher nur die siidafrikanischenGattungen gut untersucht (Gattungsschliisselfur Siidafrika, siehe TJEDER 1967), wahrenddie am Siidrand der Palaarktis vorkommendensieben Genera dringend revisionsbediirftigsind.

Ve r b rei tun g: Mittelmeerraum bisPakistan, 24 Spezies, Zentral- und Sudafrika,51 Spezies, Australien, 3 Spezies und Sudamerika (Chile) 1 Spezies.Genus HalterRAM BUR,Ve r b rei tun g: Nordafrika, Vorderasien bis Westpakistan.(FORSKAL,(Abb. 5-13, 20, 21)Halter nutans NAVAs, 1910: 373 (OB); HOLZEL1998: 35 (Vb).Halter halteratus nec FORSKAL (FD): HOLZEL 1968:38 (Vb).1842T a x 0 nom i e: Die Unterscheidung derzu Halter gehorigen drei Spezies ist auBerstschwierig. Mit einiger Sieherheit konnen die00 von H. halteratus und H. nutans nacheidonomischen Merkmalen unterschiedenwerden. Die dritte Art, H. !imams NAVAs,1910, aus dem Sudan beschrieben, ist nurungenugend bekannt, ist aber voraussiehtliehsynonym mit H. halteratus. Zu dieser Annahme berechtigen Nachweise von halteratus ausbenachbarten Regionen im Sudan.Halter halteratusHalter nutans NAVAs, 19101775)(Abb. 12, 13)Panorpa halterata FORSKAL, 1775: 97 (OB).Nemoptera pallida OLIVIER, 1811: 179 (OB); NAVAs1912: 11; (Syn).Nematoptera forskalli WESTWOOD, 1874: 1 (OB);NAVAs 1912: 11; (Syn).Halter halteratus (FORSKAL): KIRBY 1900: 459 (Tax,Vb); MEINANDER 1980: 174 (Vb); MONSERRAT & al.1991: 104 (Vb); ASPOCK H. & HOLZEL 1996: 65 (Vb).Mat e ria I: Saudi Arabien: 10 Asir, 1100 m,30 km v. Bisha, 25.4.1979, H. G. Amselleg. MEINANDER (1980) meldet zahlreiche Funde aus Saudi-Arabien, Kuweit und einen Nachweis aus Yemen.T a x 0 nom i e: Zur Differenzierung vonH. nutans konnen nur eidonomische MerkmaIe herangezogen werden. Die Strukturen derGenitalregion sind bei beiden Arten ohne signifikante Unterschiede und daher zur Differenzierung nieht geeignet. Die wiehtigstenUnterschiede finden sieh in der Kopfmorphologie: Lange der Antennen (0) 12-14 mm beieiner Vfl-Lange von 19-22 mm; (0) 12 mmbei einer Vfl-Lange von 23 mm. Augen beimo etwas groBer, Abstand zwischen den Augen,gemessen an der Stirn uber den Antennenbasen: (0) O.B- 0.9 mm, (0) 1.2 mm. Lange desRostrums, gemessen vom Unterrand derAugen: (0) 1.5 mm, (0) 2.1 mm.Verbreitung: Saudi-Arabien, Kuweit,Yemen, Ferner Marokko, Algerien, Tunesien,Agypten, Sudan. - Vermutlieh polyzentrisches,afro-syroeremisches Faunenelement.Mat e ria I : Oman: Zahlreich von MadinatQuaboos, 23 36' N/58 26' E; Wadi Fanjah, 23 26' N/58 07' E; Bid Bid, 23 24' N/58 09' E; Wadi Mayh,23 28' N/58 36' E; W Al Sib, 23 41' N/58 1O' E; NSarna il Quaylah, 23 21' N/58 03' E, 2.-21.4. 1985(CH); Bandar al Jissah, 23.33 N/58 39' E; Qurm Nature Reserve, 23 38' N/58 32' E; Bawshar, 23 32'N/58 23' E; Qarhat Mu'ammar, 21 38' N/59 18' E;Wadi Mayh, 23 28' N/58 36' E; As Suhar, 24 23'N/56 40' E, 15.4.-4.5.1988 (HH, MG); Karsha SNizwa, 22 28' N/57 32' E, 10.4.1988 (MG); WadiAbyad, 350 m, 23 26' N/57 50' E, 1.4.1993 (BS); AlHail, 23 33' N/58 15' E, 1.4.1993 (BS).T a x 0 nom i e : Zum Unterschied von H.halteratus finden sieh in den Populationen vonnutans erhebliche GroBenunterschiede dereinzelnen Individuen: Vfl-Lange (0) 20-26mm, (0) 16-24 mm; Hfl-Lange (0) 44-62mm, (0) 34-52 mm. Die Antennen des 0 sindstets annahernd so lang wie die Vorderflugelund reiehen in jedem Fall deutlieh uber dasPterostigma hinaus. Die Antennen des 0uberschreiten in der Lange die halbe Vfl-Lange, d. h. sie enden in jedem FaIle deutlieh vordem Pterostigma. Die Augen sind beim 0 signifikant groBer als beim 0 (und auch deutliehgroBer als bei halteratus) und stehen uberausnahe beisammen; Abstand der Augen gemessen an der Stirn uber den Antennenbasen:(0) 0.6 mm, (0) 1.0-1.1 mm. Annaherndgleieh wie bei halteratus ist das Rostrum des 0etwas kurzer: (0) 1.7 mm, (0) 2.2 mm.Aus dem Vergleieh der MaBe ergeben siehals einzige verlaBliehe Unterscheidungsmerkmale fur die 00 der beiden Arten die Langender Fuhler, die GroBe der Augen und derAbstand zwischen diesen.G e nit a I s e g men t e: Die Strukturender 0 Genitalregion sind bisher noch nie dargestellt worden. Abb. 20 zeigt den Gonarcusmit den fusionierten Parameren von lateral,Abb. 21 den Gonarcus mit Subanale von kauda!' Eine Darstellung der gleiehen Strukturenvon H. halteratus erubrigt sieh, da keine essentiellen Unterschiede festzustellen sind.Ve r b rei tun g: Oman; Ferner in lrak,Iran, Afghanistan, Pakistan (Abb. 33). - Iranoeremisches

Bei Nemopterinae Frons und Vertex im weib lichen Geschlecht oft deutlich breiter als im mannlichen, Augen bei manchen Genera (z. B. Halter RAMBUR, Abb. 10 und 12) beim C5 deutlich groBer und naher beisammen als beim 9. Antennen der C5C5 bei vielen Genera deutlich langer als die def 99 (Abb. 5 und 6).